DAS ROTE FAHRRAD
Das Förmchen senkt sich herab – du wirst ausgestanzt, in den Ofen geschoben und fertig gebacken. Aber das alles Entscheidende ist der Teig! Wenn der nicht stimmt, schmeckst du nicht. Und du landest ungegessen in der Mülltonne.
(Das rote Fahrrad, Fred Apke)

PERSONEN
SYLWIA – TV – Journalistin
DARIA – Ihre Freundin

HANDLUNG
Eine bekannte TV-Journalistin (Sylwia) bekommt Besuch von einer Freundin aus Kindheitstagen (Daria), der in Folge alles in Frage stellt, was war und ist. Nachdem sich der ungebetene Gast nicht abschütteln lässt, entwickelt sich diese Begegnung mit der Vergangenheit zum Prüfstein der eigenen Wahrheiten und offenbart so manche Lebenslüge. Ein packender Dialog mit emotionaler Achterbahnfahrt, Schuldzuweisungen und des Versuchs der Aufrechterhaltung einer Fassade gesellschaftlich akzeptierten Verhaltens.
Ein Jahrzehnte zurück liegender Vertrauensbruch, der sich am Diebstahl des roten Kinderrades entzündet, wofür Daria damals bezichtigt wurde und aufgrund dessen ihre Freundschaft in Brüche ging, ist der „rote Faden“ des Stücks. Hinter dieser scheinbar banalen Begebenheit öffnen sich Abgründe kindlicher Höllen des Missbrauchs, des Verstummens, der Vereinsamung und Verzweiflung.
KRITIKEN
Das rote Fahrrad“ in der Arche Wien
Vielumjubelte, bewegenden Premiere.
Berührendes, vielschichtiges Theaterstück um sexuelle Ausbeutung, Vertrauensbrüche und Verrat.
Dieses Stück lässt einen wirklich verstehen, wieso sich Opfer sehr schwer damit tun, sich nach sexuellem Missbrauch wirklich zur Wehr zu setzen. Die Inszenierung hilft den Zusehern, aus allen Verurteilungen auszusteigen und das Thema aus der Beobachterrolle heraus wahrzunehmen und differenziert und einfühlsam über das Thema nachzudenken.
(René Liball - Kinder Jugend Kultur und mehr)


Erschütterndes, wie mitreißendes Theater.
Das rote Fahrrad, Uraufführung, Theater Arche Wien. Von Eszter Hollósi, Heide Maria Hager, Helena May Heber großartig gespielt – lebendig, ausdrucksstark, spannungsgeladen.
Die präzisen, intensiven Dialoge, Konfrontationen werden auf der Bühne in brillanter Sprach- und Körperpräsenz des Ensembles zu einer Höllenfahrt des Lebens.
„Es gibt so Theaterstücke, die einen finden, die man selbst nicht zwingend suchen würde, die man aber dann dringend auf die Bühne bringen muss…“
(Nagy Vilmos, Regisseur Wien)
