Adonis bekommt Besuch
Ein Stück für alle.

Was ist Freiheit? Wie kann aus Misstrauen und Angst Freundschaft zwischen Andersartigen entstehen?
PERSONEN
Der Papagei
Die Krähe
Ort: Ein Käfig
Original auf Deutsch. Für Menschen ab 5 Jahren.
HANDLUNG

Das Stück erhielt 2009 den ersten Preis des polnischen Kinder – Jugendtheaterverbandes, wurde 2010 in Chorzów/Kattowitz uraufgeführt und wird bis heute an vielen Theater in Polen und auch im deutschsprachigen Raum mit großem Erfolg gezeigt – zum Beispiel kam es 2011 als Musical im Teatr Roma in Warschau auf die Bühne, wo es bis dato in über zweihundertfünfzig Aufführungen das Publikum begeisterte.
Adonis, der eitle, selbstzufriedene Papagei kennt nur seinen Käfig und die Menschen, die ihm das Futter bringen – die er seine Diener nennt.
Er tituliert sich selbst als König und der Käfig ist sein „Königreich“.
Seine Tage sind ausgefüllt mit Training und anschließender Körperpflege zur Vorbereitung für seine Auftritte: Sobald die „Diener“ erscheinen plappert, singt und tanzt er, und bekommt dafür, als Höhepunkt jeden Tages, Applaus und Futter. Eines Morgens jedoch, wird ihm „Kohle“, die Krähe, in den Käfig geschoben.
Direkt vor dem Fenster hatte Kohle einen Zusammenprall mit einem Auto, und wurde von dem Besitzer des Papageien zur Rekonvaleszenz in den Käfig gelegt.
Adonis ist empört!
Was will dieser hässliche schwarze Haufen, der auch noch mit einer furchtbar krächzenden Stimme zu ihm spricht, in seinem Palast?! Kohle hingegen weiß gar nicht, wie ihm geschieht, und kommt zu dem Schluss, dass er es mit einem wahnsinnigen Farbklecks zu tun haben muss.
Der Streit eskaliert – die eingebildete Schönheit gegen den angeblich Hässlichen - der eitle, verwöhnte Palastbewohner gegen den abgezockten Streetguy.
Nach und nach muss Adonis aber erkennen, dass sein Palast ein Gefängnis ist, dass die Welt da draußen, die eigentliche ist, und dass er seine Flügel nicht nur zur Zierde hat.
Streit kann in Gefangenschaft auch Nähe erzeugen – und das widerfährt den beiden Antagonisten auch hier. Obwohl sie sich dagegen sträuben, werden sie, nach erschöpfenden Gefechten, so etwas wie Freunde; und je näher sich die beiden kommen, desto stärker wird in Adonis auch die Lust auf die Welt da draußen vor dem Fenster.
Die beiden raufen sich zusammen, und planen, in bester Ganovenmanier, einen Ausbruch. Und tatsächlich - es gelingt, ihre Gefängniswärter zu überlisten: Gemeinsam fliegen sie in eine gefährliche Freiheit.
KRITIKEN
Ein hinreißendes Stück - dieses Duell zweier Vögel im Käfig. Eine gute Wahl für Eltern, die im Theater für ihre Kinder mehr als nur die nächste Premiere vom „Aschenputtel“ suchen.
(Hubert Michalak - Nowa Siła Krytyczna)
Der Zusammenprall der unterschiedlichen Einstellungen, Meinungen und Lebenserfahrungen von Adonis und Kohle, führt zu urkomischen Situationen, die die Zuschauer begeistern.
Aber wie jede gute Komödie, enthält dieses Stück auch eine wichtige Botschaft: Urteile nicht zu schnell über andere, es gibt im Leben nichts Wichtigeres als Mut, Freiheit und Freundschaft. Seien Sie versichert, dass auch Erwachsene nichts verlieren, wenn sie sich diese clevere Komödie anschauen.
(Grażyna Korzeniowska - AICT - IATC- International Association of Theatre Critics)
Es lohnt sich, ins Teatr Kameralny in Bydgoszcz zu kommen, um das Lächeln auf den Gesichtern der Kinder zu sehen, und auch wegen der Schlussszene, die wie ein Torpedo die ganze Aufführung abschließt.
Denn wenn es ein Mittel gibt, um den Kindern nach Monaten der Isolation wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, wenn Theater die Kraft hat, sie in das Leben zurückzuholen, das sie vor der Pandemie geführt haben, dann ist die Aufführung "Adonis bekommt Besuch" von Fred Apke unter der Regie von Jakub Szydłowski ein solches Mittel und sollte verschrieben werden.
(Ilona Słojewska, Dziennik Teatralny)



Fred Apke, der vor allem für seine Tragikomödien bekannt ist, ist ein hervorragender Autor von Theaterstücken für Kinder. Das unerwartete Zusammentreffen zweier unterschiedlicher Welten hat als hochaktuelle Botschaft, dass trotz aller Unterschiede Respekt das Wichtigste ist. Anders heißt nicht minderwertig, und wahre Freundschaft macht es möglich, große Ziele zu erreichen.
(Express Elbląg)
Es wird viel gelacht, es gibt Emotionen, und am Ende gibt es tosenden Applaus.
(CzasDzieci.pl)
Diese warmherzige Geschichte über völlig unterschiedliche Charaktere zeigt, dass es möglich ist, sich gegenseitig zu verstehen und zu akzeptieren. Diese Geschichte ist eine echte Lektion in Sachen Toleranz.
(Kinga Woźniak. Dziennik Teatralny)



