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DIE STUNDE HINTER ALL DEN ANDEREN

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PERSONEN

Max Blankschädel - Mützenmax
Lina Glockenstrang - genannt Hinkelina
Vater Blankschädel
Mutter Blankschädel
Lehrer Teekessel
Seine Schüler:
Wespe - Sülze - Hummel - Karpfen 
Krähe Silberblick
Zeittodschläger Sause
Doktor Blasebalg
Antiquar Stapelstaub
Polizist Klemmschelle
Postbote Speichenblitz
Ein fanatischer Straßenkehrer


sowie


Der Poetus Flügelschlag
Die Rollen der Erwachsenen sind mit Doppelrollen zu bewältigen.
Lieder sind in die Handlung eingestreut. 


Original auf Deutsch

HANDLUNG

Max, genannt Mützenmax, hat ein Problem. Ihm wachsen keine Haare. Was er und seine Eltern auch immer unter Aufbietung sämtlicher physischer und finanzieller Kräfte unternehmen, nichts hilft. Wunderdoktoren gehen ein und aus, in der Schule wird er gehänselt, kein Freund weit und breit, kurz: das Leben ist ein Graus.

 
Heute ist es wieder ganz besonders schlimm in der Schule. Selbst Lehrer Teekessel vermag ihn nicht vor den Nachstellungen seiner Mitschüler Wespe und Hummel zu schützen. Im Gegenteil er stellt ihn sogar noch bloß. Max springt auf und flüchtet sich zu seinen Krähen, denn das ist das Einzige, was ihm noch Freude bereitet, ein
Besuch bei den Krähen, die hoch oben auf dem Dom wohnen. Doch da kommt Max natürlich nicht herauf. So bleibt ihm nur das sehnsüchtige Beobachten von unten.


Dort trifft er auf Lina, genannt Hinkelina, weil sie ein zu kurzes Bein hat, seine neue Mitschülerin. Sie ist die Tochter der Küsters und als die couragierte Lina von Max Traum erfährt, besorgt sie den Schlüssel und die Beiden steigen den Turm hinauf. Dort oben treffen sie auf die Wächterkrähe Silberblick, die in den Beiden Schicksalsgenossen entdeckt. Krähen eben: keiner mag sie, sie werden verspottet und sie müssen sich verstecken

.
Wächterkrähe Silberblick gibt den Beiden einen Tipp. Sie kenne da einen gelehrten Mann, irgendwo in der Stadt, der sie selber auch einmal gesund gepflegt hätte und der sicherlich auch dafür sorgen könnte, dass Max seine Haare und Lina ein gesundes Bein zurückbekommen. Voller Erwartung ziehen Max und Lina in den Abend hinaus.

 
Eine Schnitzeljagd beginnt, in deren Verlauf sie die seltsamsten Vögel treffen, z.B. Zeittodschläger Sause, Fahrradbote Speichenblitz, Polizist Klemmschelle, einen fanatischen Straßenkehrer, das lebendige Dichterstandbild Poetus Flügelschlag.
Zwischenzeitlich sind natürlich alle auf der Suche nach den Beiden. Doch durch ihren Mut und ihre Gewandtheit hängen sie alle Verfolger ab und stehen am frühen Morgen vor dem kleinen Laden des Archivars Stapelstaub. Doch im Inneren erwartet sie ein große Enttäuschung.

Stapelstaub erklärt sich zuerst als nicht zuständig für Glatzenheilung und Beinverlängerung. Aber nach einigem Überlegen findet er in seinen großen Regalen ein Zauberbuch mit einem Zauberspruch, der zwar Max und Lina nicht heilen kann, aber die Lacher von ihrer Spottsucht befreien kann. Durch diesen Spruch können sie anderen alles Mögliche anzaubern, lange Nasen, große Ohren, Mundgeruch, Plattfüße und was es an Deformationen noch so gibt. Mit diesem Zauberspruch auf den Lippen kehren die beiden zurück, hexen den Lachern das an, worüber sie jetzt lachen können und zeigen ihnen so wie es ist gezeichnet zu sein.

 

Die Leutchen kommen ins Denken, und ziehen beschämt von dannen. Max und Lina sind zwar noch genauso wie sie vorher waren, haben aber jetzt gelernt mit dem Handicap zu leben. 

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KRITIKEN

Toleranz gegenüber dem Anderssein ist das Generalthema in Fred Apkes Stück für junge Menschen. Kinder und Erwachsene finden in dieser spannenden Reise durch die „Stunde hinter all den anderen“ viel Wärme, Humanismus und Humor.

(adit – art.)

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