FURCHTBAR TRAURIG

Uraufführung Stary Teatr Krakau 2022 in der Bearbeitung von Marta Konaszewska
PERSONEN
Sie.
Er.
Beide mittleren Alters.
HANDLUNG
L'appel du vide, der Ruf der Leere, ist die Bezeichnung für einen irrationalen, plötzlichen Impuls, etwas Selbstzerstörerisches zu tun - etwa sich in einen Abgrund zu stürzen.
Den Ruf der Leere muss sie sicherlich gespürt haben, als sie sich auf wackeligen Beinen auf die Klippe zubewegte. Eine zufällige Begegnung mit einem fremden Mann rettete sie nicht nur vor dem Tod, sondern ermöglichte es ihr auch, ihre verborgenen Ängste zu überwinden.
Die Frau ist eine elegante Frau mit einem Hang zur Exaltiertheit, mit einer Vorliebe für Antiquitäten und Oldtimer, die aber am Lebenspartnern verzweifelt ist. Der Mann ist ein Misanthrop, ein Wüstling, ein Nihilist, der sich bewusst für das Leben eines gesellschaftlichen Außenseiters entschieden hat.
Er und sie verletzen sich immer wieder gegenseitig, provozieren, necken sich. Damit überdecken sie die Probleme, die tragischen Verletzungen durch die sie an diesen Abgrund getrieben wurden.
Aber dann bricht der Sturm los, und die inneren Wälder werden von ihren welken Blättern entlaubt. Da stehen sie nun in ihrem kahlen, kalten Herbst und rücken sich ein wenig näher. Vielleicht die Chance für einen Neuanfang?
KRITIKEN
"Furchtbar Traurig“ Die Regisseurin Ewa Kaim nimmt das Groteske, das brillant geschriebene Stück sehr ernst.
Zwei umwerfende Charaktere am Abgrund der Schönheit, am Abgrund überhaupt.
Sie spricht. Er schweigt.
Sie spricht. Und jedes Wort hat etwas Schweres.
Denn wenn Segda mit ihrer Stimme spricht, einer Stimme, die man mit keiner anderen verwechseln kann, dann hört man zu.
Es war nur ein Spiel, es hat Spaß gemacht.
Das war das Leben.
(Łukasz Maciejewski – e -teatr)

