Der Kaiser auf dem Misthaufen

Der "Kaiser" ist eine Satire auf das totalitäre System und gleichzeitig eine Studie über menschliche Charaktere und Schwächen. Das Stück bezieht sich auf die historische Figur des ersten Kaisers von China, der mit dem Bau der Chinesischen Mauer begann und sein Volk so sehr unterdrückte, dass sich nach seinem Tod die Bauern erhoben und die Qin-Dynastie zusammenbrach.
PERSONEN
Kaiser
Narr
General Wu
Kanzler We
Die schöne Li - eine Hofdame
Pferdeknecht Lo - der Freund der schönen Li
Original auf Deutsch
HANDLUNG
Das Stück von Fred Apke spielt auf eine historische Figur an, nämlich den ersten Herrscher des chinesischen Reiches, der die Zeit der Streitenden Staaten beendete, indem er sechs andere Staaten eroberte und den Bau der Chinesischen Mauer veranlasste.
Die Probleme, die das Animationstheater Bogdan Nauki den Jüngsten und den etwas Älteren zur Erörterung vorlegte, gewannen an Kraft und Eindringlichkeit.
Die schwierige, ja unmögliche Kunst des Regierens, die zwischen Anarchie und Diktatur schwankt, menschliche Schwächen und Unzulänglichkeiten, die sich zu internationalen Problemen auswachsen und zu Kriegen, Putschen und manipulierten Prozessen führen.

KRITIKEN
Satire auf totalitäre Systeme
Fred Apkes "Der Kaiser" ist ein künstlerischer Erfolg geworden.
Es verblüfft durch seine Form, fesselt durch seine Dramatik, berührt durch seine Liebesgeschichte, unterhält durch seine Bezüge zur Gegenwart und ruft bitteres Gelächter hervor.
Er regt aber auch zum Nachdenken an und lässt einen erschaudern. Und das tut es sehr wirkungsvoll. Kinder finden in dieser Geschichte leicht Hinweise auf ihre eigene Rebellion gegen die Diktatur der Mehrheit, gegen gesellschaftliche Heuchelei und Manipulation.
(Piotr Grosman, Teatr dla Wszystkich)


Die jüngsten Zuschauer bekamen nicht nur eine farbenfrohe, attraktive Show zu sehen, sondern auch eine kluge, ergreifende Vorstellung.
Die Figur des Bräutigams Lo erweckt große Sympathie und Vertrauen, und die jungen Zuschauer feuern ihn immer wieder an - dank Emil Musialski. Anerkennung gebührt auch Lidia Lisowicz, die dem Publikum die Titelrolle des ängstlichen, sich in seinem Palast versteckenden Kaisers, eines eitlen Buckligen, schenkte.
Die Integrität der Regie von Fred Apke und die Präzision seiner Darbietung sowie die echte Partnerschaft mit dem jungen Publikum haben auf der Bühne des Bogdan Nauki Zdrojowy Animationstheaters eine Produktion entstehen lassen, die für die heutige Zeit relevant ist.
(Merwan, portaliku24.pl.)