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EIN KNOCHENJOB

(Ostatnia Wola Papy)

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U.A. Teatr Plejada, Krakow 2017

PERSONEN

Bogus – Imker, 48
Bronka – seine Schwester, 45 Jahre
Christoph Tetzlaf – Ende vierzig

Ort: Masuren. Ein kleines Dorf am See.

HANDLUNG

Aus der Verlagsankündigung:

Bronislawa und Boguslaw - Halbgeschwister, beide um die vierzig. Ihr Vater war Deutscher. Sein Vater ein polnischer Jude.

Sie kämpfen um ihre wacklige Existenz in einem verwahrlosten Haus auf dem Lande.

 

Bronislawa hat einen Traum: Sie möchte das Haus renovieren, um dann ausländischen Gäste in diese wunderschönen Landschaft zu locken. Ihr Bruder, ein fremdenfeindlicher Hornochse, will seine kleine Imkerei zu einem Großbetrieb erweitern, um so aus seiner finanziellen Schieflage herauszukommen.

Beide streiten um die Nutzung des Anwesens. In diese Auseinandersetzung hinein klopft Christoph, ein deutscher Architekt,  an ihre Tür und eröffnet den beiden, dass im Garten seine Großeltern verscharrt lägen, die 1945 von russischen Soldaten vor ihrem Haus erschossen worden seien.

 

Als Vollstrecker des letzten Willen seines Vaters wolle er nun anfragen,  ob sie ihre Einwilligung geben würden im Garten ein ordentliches Grab für die Großeltern einzurichten. Dafür winke ihnen auch eine großzügige Entschädigung.  Boguslaw, der alles Deutsche hasst, spuckt zunächst Gift und Galle, wird dann aber von seiner Schwester beruhigt und willigt wegen des Geldes in den Deal ein. Am nächsten Tag soll mit der Exhumierung begonnen werden. Nur – und was nur Boguslaw weiß: Vor Jahren, bei der Rodung der Apfelbäume, hat er schon Knochen gefunden und diese im Müll entsorgt. Um dennoch an das Geld zu kommen sinnt Boguslaw auf eine Lösung.

 

In der Nacht schleicht er ins Dorf, um sich Ersatzknochen zu besorgen  und verursacht damit einen Skandal, der das ganze Dorf erschüttert. Die Dinge geraten außer Kontrolle und die alptraumhafte Vergangenheit zwischen Deutschen und Polen wird in witzigen, kunstreichen Dialogen und äußerst komischen Situationen aufbereitet.

KRITIKEN

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Fred Apke hat eine packende Geschichte voller Emotionen, Humor und Wärme geschrieben, die Trotz aller Komik mit den Wunden der Vergangenheit respektvoll umgeht.  Sie ist so herrlich bitterböse, voll dunkel- schwarzem Humor und so fantastisch politisch inkorrekt – die Komödie „Ein Knochenjob“, die am Wochenende in den Uckermärkischen Bühnen ihre umjubelte Premiere erlebte.

(Matthias Bruck,Nordkurier)

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Der Autor Apke verteilt die Gespaltenheit der polnischen Weltsicht so herrlich auf seine Bühnenfiguren, dass es einfach krachen muss. 

Das Stück ist getränkt mit schwarzem Humor. Es ist kein Spielplatz für oberflächlich-sensible Vertreter der politischen Korrektheit.

Umso mehr für Menschen, die einen Blick fürs Wesentliche bekommen wollen. Gott will Eintopf, sagt am Ende Rosinski als Christopher. Gott will mixen.

 

Regisseur André Nicke inszeniert die Komödie schnell, manchmal bis zur Atemlosigkeit, aber mit Tiefgang und herrlich komischen Effekten. Ein „Knochenjob“ funktioniert perfekt inkorrekt.

(Dietmar Rietz – Märkische Oderzeitung)

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