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DER TIEFGEFRORENE
PAPAGEI

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Großer Erfolg der Uraufführung am Teatr Korez, Kattowitz. Seit fünf Jahren ausverkauft auf dem Spielplan.

Auf Deutsch (original) und polnisch verfügbar.

PERSONEN

Hanna Uhl – 65 Jahre - Rentnerin
Willi Fuchs – 64 Jahre – Beamter beim Versorgungsamt
Britta – Hannas Tochter, 45 Jahre – lebt in Bremen
Andi – 43 Jahre – ihr Bruder, Sänger, lebt in Berlin
Johannes Detlev Püschel – 46 Jahre – Beamter beim Versorgungsamt

Ort: Eine Wohnung in Hamburg
 

HANDLUNG

Hanna Uhl, fünfundsechzig, alleinstehende Rentnerin, in der Vergangenheit verhaftete, männerresistente Einzelkämpferin, hat sich auf ein betrügerisches Manöver eingelassen:

Um ihre karge Rente aufzubessern, hat sie dem Drängen ihres (in sie verliebten) Nachbarn Willi nachgegeben und sich mit gefälschten Attesten eine Blindenrente erschwindelt.

(Willi sitzt an der Quelle, arbeitet beim Versorgungsamt und verfügt über Mittel und Wege.)

 

Jetzt lebt sie in der Hölle ihrer Gewissensbisse und muss vor aller Welt die Blinde spielen.

 

Just in diesem Moment laden sich ihre beiden Kinder Andi und Britta (die sich lange nicht blicken ließen) zu ihrem Geburtstag ein.

Die von Angst und Scham geschüttelte Hanna beschließt, auch vor ihren Kindern die Rolle der Blinden durchzuhalten.

Ein urkomisches Spiel hebt an, in dem gut gehütete Familiengeheimnisse, wie vor langer Zeit vergrabene Minen, hochgehen und Hanna und ihren Kindern den Weg in die lügenlose Gegenwart - in die Liebe - frei sprengen.  

KRITIKEN

Komik vermischt sich hier mit Ernsthaftigkeit, aber das Komische überwiegt.

 

Je weiter die Handlung fortschreitet, desto komischer wird das Stück, ja manchmal grenzt es dann ans Groteske, und doch kann alles, was hier passiert, dir und mir widerfahren:

Das Leben in seiner ganzen Vielfalt, durch die licentia poetica leicht überhöht. 

(Marta Odziomek, gazeta wyborcza)

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Es geht hier aber nicht nur um das Lachen, sondern auch darum, über unser Verhalten gegenüber unseren Lieben nachzudenken - und mehr.

 

Wieder ein Erfolg im Theater Korez. 

Wer lügt, kennt die Wahrheit zu genau.

Einsame Menschen am Ende ihrer Möglichkeiten, in einer Gesellschaft, die ihnen nicht mehr viel gönnt.

Ihren verzweifelten Versuchen zuzusehen, wie sie versuchen, ihr Stück des Kuchens zu erobern - wie sie laufen wollen, um doch noch ihre Träume einzuholen, dabei aber nur im Dunkeln herum stolpern – kann uns auch manchmal zum Lachen bringen.

(Marta Klubowicz, Übersetzerin.)

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