KALTE DUSCHEN

Das Stück wurde 2006 in der Komödie Kassel uraufgeführt, und wurde dort in über fünfzig Vorstellungen gezeigt.
2008 kam es dann mit großem Erfolg im Warschauer Komödientheater heraus, blieb dort zwei Spielzeiten im Repertoire, und wurde in vielen Städten auf Tournee präsentiert
2010 wurde „Kalte Duschen“ zum Komödientheatertreffen in Kattowitz eingeladen.
Im Frühjahr 2017 kam das Stück in der slowakischen Hauptstadt Bratislava heraus und wird bis dato dort gespielt.
Original auf Deutsch. Verfügbar auf Englisch, Polnisch, Slowakisch
PERSONEN
Paula van den Most – Eheberaterin.
Clemens – Ihr Mann, Architekt.
Petra Meier – Telefonistin.
Klaus Meier – Ihr Mann, Pyrotechniker.
Mikka – der Nachtdienst des Hotels.
Ort: Ein Hotelzimmer in Frankreich
HANDLUNG
Um ihr Ferienhaus zu verkaufen, begeben sich die prominente Fernsehpsychologin Paula van den Most und ihr Ehemann Clemens, ein erfolglosen Architekten, auf die Reise nach Spanien.
Zwischenstation ist ein heruntergekommenes Hotel in der Südfranzösischen Provinz.
Die beiden sind nur noch auf dem Papier verheiratet, leben getrennt und haben sich vor der Abfahrt geschworen nicht miteinander zu streiten. Nach zwölf eisern durchschwiegenen Stunden im Auto, lässt sich dieser Schwur im gemeinsamen Hotelzimmer nun nicht mehr halten.
(es gab nur noch ein Doppelzimmer)
Vertraute Verletzungen, neue und alte Anklagen, werden wechselseitig hervorgekramt, und die Giftpfeile fliegen hin und her.
Trotzdem verpflichtet Paula ihren scheidungswilligen Mann darauf, den Schein zu wahren - denn - was würde passieren, wenn gerade sie – ein Beziehungsguru, der die ganze Nation in Ehefragen berät, bekannt geben müsse, ihre eigene Ehe sei gescheitert? „Die Kameras würden ausgehen – und wer würde uns dann ernähren?!“ – Auf dem Höhepunkt des ehelichen Stellungskrieges, taucht ein deutsches Ehepaar im Zimmer auf, das laut Anweisung der Direktion das Badezimmer der Van den Mosts mitbenutze müsse, da das ihrige momentan nicht funktionsfähig sei.
Sofort wird Paula von den beiden Eindringlingen erkannt und als Retterin ihrer Ehe gefeiert. Und wirklich – alles was Paula in ihren vielen Fernsehsendungen gepredigt hat, scheint dieses Paar umgesetzt zu haben: Voller Liebe und Verständnis füreinander, turteln sie Mal um Mal durch das Zimmer der Zerstrittenen, und der verzweifelte, nach Aufrichtigkeit lechzende Clemens ist gezwungen, das Märchen einer harmonischen Ehe zu spielen.
In dieser verrotteten Dachkammer wird nun gelogen und betrogen, dass sich die Balken biegen.
Einer, der nicht trickst und täuscht, ist der schwule Nachtportier Mikka, der gerade durch seine Ehrlichkeit zum Opfer der ränketreibenden Ehepaare wird. Aber nach und nach, von Clemens ausgelöst und vorangetrieben, beginnen die Fassaden zu bröckeln und gegen Morgen, nach dem alle Beteiligten dieses Lügenfeuerwerks ihre eiskalte Dusche abbekommen haben, stolpern Mann und Frau in eine ungewisse Zukunft hinaus, die auf jeden Fall etwas ehrlicher sein wird, als das, was hinter ihnen liegt.
Eine Chance für einen Neuanfang? Das mag jeder Betrachter für sich selbst entscheiden.
KRITIKEN

Eine Komödie, die die Farce streift, und mit sich ständig steigernder Spannung, kraftvoll in einem großartigen Finale mündet.
(Anna Broniszewska - Dziennik Teatralny Katowice)
Fred Apke ist für seine geistreichen Beobachtungen des menschlichen Verhaltens und der zwischenmenschlichen Mechanismen bekannt.
Die Aufführung von "Kalten Duschen" im Komödientheater Warschau ist dafür eine perfekte Bestätigung.
(Magdalena Zaliwska - Polskie Radio 1)
„Kalte Duschen“ – komisch-gruselig.
Fred Apkes Komödien sind weit davon entfernt Stereotypen zu bedienen. erzeugen während man lacht aber auch eine Art Schuldgefühl, denn wir lachen über und mit Figuren, die sonst nicht unser Mitleid verdienen.
Sie irritieren uns, lassen sich nicht einfach unkritisch mögen.
Es scheint so als verwirkliche der deutsche Künstler Gogols Maxime:
Über wen lacht ihr? Über euch!
(Jacek Wakar - Dziennik)
Schwungvoll, mit vielen zugespitzten Dialogen, intelligenten Verwechslungen und überraschenden Verwicklungen nimmt diese erfrischende Komödie
ihren Lauf.
(Neue Westfälische)
Eine turbulent-witzige Achterbahnfahrt durch das Chaos menschlicher Liebesbeziehungen.
(HNA)
Ein Boulevardstück? Jein!
Nennen wir es ein Boulevardstück mit nicht ganz alltäglicher Prägung – denn das Komische kommt hier aus dem Tragischen.
(Kultur Magazin Kassel)

Original auf Deutsch. Verfügbar auf Englisch, Polnisch, Slowakisch