ASCHE

PERSONEN
Herr Adam – circa 50
Herr Weiss – circa 60
Ort: Hinterhaus Wohnung
HANDLUNG
Ein unerwartetes Klingeln an der Haustür reißt Adam mitten aus seiner Arbeit am Laptop. Draußen steht Herr Weiss – ein älterer Mann, der trotz anfänglicher Abweisung beharrlich Einlass fordert, kurz darauf am Küchentisch Platz nimmt und eine Urne vor sich abstellt. Darin befindet sich die Asche seiner frisch verstorbenen Ehefrau Claudia.
Was als tragischer Besuch eines Trauernden beginnt, entwickelt sich rasant zu einem psychologischen Albtraum: Weiss ist felsenfest davon überzeugt, dass Adam und Claudia eine leidenschaftliche, intime Affäre miteinander verband. Adams verzweifelte Dementis, er habe die Nachbarin kaum gekannt und lediglich ein paar Worte über das Wetter im Treppenhaus gewechselt, prallen an dem Witwer völlig ab. Weiss sucht keine Konfrontation, sondern Dankbarkeit, Verbrüderung und das gemeinsame Teilen des Leids.
Ein Einakter über die manipulative Macht von Lebenslügen, der den Zuschauer mit der Frage zurücklässt: Wie wehrt man sich gegen eine Realität, die ein anderer für einen erschaffen hat?
„Asche“ wurde zusammen mit „Schritte“ unter dem Titel „Hinterhaus“ vom polnischen Rundfunk als Hörspiel gesendet.